Die Wüste

Ich war, glaube ich, noch nie so am Ende wie im Winter 2001/02. Im Herbst hatte ich die Geschichte meines Todes gedeht. Davon werde ich ein anderes Mal erzählen. Mein Freund Christian hat mich eingeladen mit ihm nach Essaouira zu fahren. Ich habe mich dort ein wenig erholt. Jeden Abend saßen wir mit einer bunt gemischten Gruppe zusammen. Nach ein paar Tagen sind wir dann nach Südosten in die Wüste gefahren. Dort blieben wir noch eine Weile zusammen. Dann flog Christian nach Deutschland zurück. Ich blieb in der Wüste. Dort habe ich sie mir dann ausgedacht: Die Wissenschaft vom menschlichen Glück. Jeden Abend saß ich da und sprach. Und bald war es so, dass alle darauf warteten. Tags über blieb ich in meinem Zelt. Um was geht es?

[…] Ich wollte dies mal vor allem vermeiden den Gut-Menschen zu gegen. Das ist, glaube ich, gelungen. Dann habe ich auch darauf verzichtet, Dinge zu erzählen, die mir eh niemand glaubt, nämlich, dass mich Theorie viel mehr fasziniert als alles andere. Auch nicht, wie ich zur Theorie kam. Am Dienstag war dann ein Seminar. Eine sehr nette Professorin. Heike Klippel. In Berlin oder auch wenn man viel mit Israelis zu tun hat, ist man einfach einen anderen Ton gewöhnt. […]
Pingback by tnvh.de » Zu Besuch bei Michael — May 1, 2008 @ 7:46 pm